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Am 1. Juli 1844
gründen Carl Weber und Adolph Schaer, zwei Hamburger Kaufleute, das
Handelsunternehmen WEBER & SCHAER. Es beginnt mit Bank- und
Warenkommissionsgeschäften. Mit der Erfindung des Reifens 1888 gewinnt der
Kautschukhandel an Bedeutung. Große Fachkenntnisse und zahlreiche
Beteiligungen an in- und ausländischen Firmen lassen den Kautschukhandel
schnell zu einem Schwerpunkt des Unternehmens werden. Bereits wenig später
übernehmen Carl Webers Söhne - G. Eduard und Albert - das Ruder. Adolph
Schaers Ehe war kinderlos geblieben. |
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Der erste Weltkrieg bringt den Außenhandel und die Firmengeschäfte weitgehend zum Erliegen. Bei Kriegsende trennen
sich die beiden Brüder. Albert Weber geht nach Amsterdam. G. Eduard übernimmt zusammen mit seinen Söhnen Bernhard
und Carl den Wiederaufbau der Firma. Der Afrikahandel wird stark erweitert, neue Kunden werden gewonnen. Durch Werbung für
Naturlatex zur Herstellung medizinischer Gummiartikel steigern WEBER & SCHAER den Umsatz.
Das Unternehmen übersteht die
Weltwirtschaftskrise weitgehend unbeschadet. |
Mit Ausbruch
des 2. Weltkriegs wird die Versorgung mit Rohstoffen immer schwieriger.
Das traditionelle Geschäft kommt zum Erliegen.
Erst mit der Währungsreform 1948 nimmt das
Unternehmen den Handel mit Importwaren wieder auf. Der Kautschukhandel
steht im Vordergrund. Das Exportgeschäft nach Westafrika wird durch Albert
Joachim Weber (Sohn von Albert) weiter ausgebaut und die Nigerian
Technical Company in Nigeria gegründet. |
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Der Handel mit
Synthesekautschuk gewinnt an Bedeutung. 1956 entscheidet sich
GOODYEAR für WEBER & SCHAER als Distributeur für deren
Synthesekautschuk und Kautschuk-Chemiekalien in Deutschland. Eine
Verbindung, die noch heute besteht. Mit Eduard Weber (Sohn von Carl) tritt
1964 die vierte Generation in das Unternehmen ein. |
Das
firmeneigene Labor wird 1973 eingerichtet, eine Reaktion auf
den stetig wachsenden Beratungsbedarf bei der kautschukverarbeitenden
Industrie. In steigendem Maße ist Fachwissen über Eigenschaften und
Verwendbarkeit der unterschiedlichen Kautschuktypen gefragt. Moderne
Geräte und erfahrenes Fachpersonal erlauben zuverlässige
Rohstoffprüfungen, die Entwicklung von Rezepturen und die Lösung
individueller Kundenprobleme. |
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1996 tritt René Marc Weber (Sohn von Albert Joachim), ebenfalls 4. Generation, in die Firmenleitung ein.
WEBER & SCHAER bietet heute ein
breites Spektrum an Natur-Kautschuken und -Latices, Synthesekautschuken,
Kautschukchemikalien, Rohmaterialien für Klebstoffe sowie Additive für
Thermoplaste. In ständigem Dialog mit Kunden und Produzenten ist WEBER
& SCHAER bestrebt, die Leistungsfähigkeit der gehandelten Produkte den
steigenden Anforderungen der Verbraucher anzupassen. |
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